25. April bis 21. Juni 2024

Ausstellung 50 Jahre Nelkenrevolution

25.03.2024
50 Jahre Nelkenrevolution Unknown author, commons.wikimedia.org, Revolução_dos_Cravos.jpg, CC BY-SA 4.0

Die Nelkenrevolution

Am 25. April 2024 ist der 50. Jahrestag der Nelkenrevolution. An diesem Tag stürzte ein Militärputsch das faschistische Regime in Portugal mit dem Ziel der ökonomischen und demokratischen Modernisierung. Schnell radikalisierten sich nicht nur Teile des Militärs sondern auch Industrie- und Landarbeiterschaft. Es kam zu Enteignungen und Verstaatlichungen und Haus- und Landbesetzungen in großem Stil.

Die Hoffnung auf einen „Portugiesischen Sozialismus“ in Westeuropa elektrisierte die Industrie- und Landarbeiterschaft in Portugal und die europäische Linke, ebenso wie es die Kapitalisten dort und in den NATO-Staaten erschreckte. Den Unterdrückten eröffnete sich durch den Militärputsch die Möglichkeit auf andere Verhältnisse, und sie wollten massenhaft ganz andere, nicht nur politische sondern auch ökonomische.

Eingehegt und in vielen Teilen rückgängig gemacht wurde die Nelkenrevolution durch äußere und innere Widerstände. Trotzdem erreichte sie soziale Reformen und bürgerliche Freiheiten. Es bleibt die hoffnunsfrohe Einsicht, dass selbst nach 48 Jahren Klerikalfaschismus eine Veränderung gesellschaftlicher Verhältnisse möglich ist!

Die Ausstellung

Die Ausstellung stellt die Nelkenrevolution in einfacher Sprache dar. In 12 Themenbereichen werden die Vorgeschichte und der Ablauf beleuchtet. Eine Broschüre zur Ausstellung ist in deutsch und englisch erhältlich.

Die Ausstellung kann kein Geschichtsbuch ersetzen. Sie soll Interesse an der Nelkenrevolution wecken und die Veränderbarkeit der Gesellschaft hin zu einer menschlicheren, gerechteren propagieren. Im besten Fall soll sie anregen sich dafür zu organisieren.

Das Ausstellungskollektiv

Wir sind eine Gruppe von Leuten aus Berlin / Deutschland aus linken politischen Zusammenhängen, die anlässlich 50 Jahre Nelkenrevolution eine Wanderausstellung erstellt haben.

Wir sind keine Historiker und keine professionellen Ausstellungsmacher. Uns leitet die Idee linke Geschichte aus linker Perspektive zu erzählen. Die Erzählung „unserer“ Geschichte wollen wir nicht den Herrschenden überlassen. Wir waren bereits an der Erstellung zweier Ausstellungen beteiligt: „Kämpfende Hüttern – Urbane Proteste von 1871 bis heute“ und „150 Jahre Pariser Kommune“.